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Wer für die eigene Kanzlei-Website Angebote zur Wartung einholt, stellt schnell fest, dass sich die Zahlen kaum vergleichen lassen. Ein Angebot nennt einen niedrigen Monatsbetrag, ein anderes ein Mehrfaches davon, und aus beiden geht nicht auf den ersten Blick hervor, was dafür tatsächlich geschieht. Die Frage „Was kostet Website-Wartung?“ lässt sich deshalb sinnvoll erst beantworten, wenn klar ist, welche Leistung dahintersteht.
Dieser Artikel erklärt, woraus sich der Preis zusammensetzt, was in einen Wartungsvertrag gehört und woran Sie ein gutes Angebot erkennen. Welche Aufgaben Wartung überhaupt umfasst, steht im Artikel Website-Wartung für Kanzleien: Was wirklich dazugehört. Hier geht es um die Kosten- und Vertragsseite.
Die kurze Antwort
Website-Wartung für eine Kanzlei wird in der Regel als fester Monatsbetrag abgerechnet. Die Höhe hängt vorwiegend von vier Dingen ab: vom Umfang der Website, von den Zusatzfunktionen, von der zugesagten Reaktionszeit und davon, wie viel über die reine Pflege hinaus enthalten ist, etwa Berichte, kleine Änderungen oder Sichtbarkeitspflege. Eine pauschale Marktspanne nenne ich bewusst nicht, weil sie ohne Bezug zum Leistungsumfang wenig aussagt. Bei Kanzlead beginnen die Wartungspakete bei 119 € pro Monat, die Einzelheiten stehen auf der Seite Preise und Pakete.
Was kostet Website-Wartung? Die Kostenfaktoren im Überblick
Der Preis ist kein Zufallswert. Meistens lässt er sich auf wenige Faktoren zurückführen, und wenn Sie diese kennen, können Sie Angebote ehrlich nebeneinanderlegen.
Umfang und Aufbau der Website
Eine Einzelkanzlei mit zehn Seiten verursacht weniger Prüfaufwand als eine Sozietät mit Anwaltsprofilen, Fachgebieten, Blog und mehreren Standorten. Mehr Seiten und mehr Inhalte bedeuten mehr, was nach einem Update kontrolliert werden muss. Auch ein über Jahre gewachsener Aufbau mit Altlasten kostet in der Betreuung mehr Zeit als eine saubere, übersichtliche Struktur.
Zusatzfunktionen
Kontaktformulare, Terminbuchung, mehrere Sprachen, Download-Bereiche oder ein Mandantenportal sind zusätzliche Bausteine, die mit Updates zusammenspielen müssen. Jede dieser Funktionen kann nach einer Aktualisierung ausfallen, besonders ein Formular, das stillschweigend keine Anfragen mehr zustellt (dazu mehr im Artikel Kontaktanfragen kommen nicht an). Je mehr davon im Einsatz ist, desto größer der Kontrollaufwand.
Reaktionszeit
Hier liegt ein großer Unterschied zwischen Angeboten, der auf der Preisliste oft nicht auffällt. Reagiert Ihr Dienstleister innerhalb von ein bis zwei Werktagen, oder gibt es eine schnellere, priorisierte Bearbeitung? Eine kürzere Reaktionszeit setzt voraus, dass Kapazität dafür freigehalten wird, und das schlägt sich im Preis nieder. Ob Sie das benötigen, hängt davon ab, wie stark Ihre Kanzlei auf eine funktionierende Website angewiesen ist.
Backups und Wiederherstellung
Dass Sicherungen laufen, sollte selbstverständlich sein. Preisrelevant ist, wie oft gesichert wird, wo die Kopien liegen und ob jemand regelmäßig prüft, dass sich ein Backup auch tatsächlich einspielen lässt. Ein ungetestetes Backup ist eine Annahme. Mehr dazu in Backup-Strategie für Kanzlei-Websites.
Sicherheitsüberwachung und Updates
Updates für System und Erweiterungen lassen sich nicht einfach einspielen und vergessen. Ein verantwortungsvoller Dienstleister prüft hinterher, ob die Website noch funktioniert, und hält Zugänge und Benutzerrechte im Blick. Wie aufwendig das ist, erklärt der Artikel WordPress-Updates für Kanzleien.
Sichtbarkeit und Ladezeit
Manche Wartungsangebote enden bei der Technik, andere schließen laufende Kontrollen der Sichtbarkeit bei Google und der Ladezeiten ein. Das ist ein echter Mehrwert, aber auch ein Mehraufwand. Wenn Sie Angebote vergleichen, lohnt der Blick, ob das enthalten ist und in welcher Form.
Zustand der Website bei Übernahme
Wird eine bestehende Website von einem neuen Dienstleister übernommen, steht zuerst eine Bestandsaufnahme an: Zugänge klären, Zustand prüfen, Altlasten erkennen. Dieser Aufwand fällt einmalig an und wird häufig als Einrichtungspauschale ausgewiesen. Eine solche Position sollte klar benannt und erklärt sein.
Was im Preis meist enthalten ist und was extra kostet
Als Grundmenge gehören zu einem Wartungspaket üblicherweise Updates, Backups, Sicherheitskontrollen und eine regelmäßige technische Prüfung. Was darüber hinausgeht, wird sehr unterschiedlich gehandhabt. Fragen Sie deshalb bei jedem Angebot ausdrücklich nach diesen Punkten:
- Sind kleine inhaltliche Änderungen (Öffnungszeiten, Team-Update, neue Telefonnummer) enthalten oder werden sie einzeln berechnet?
- Wie wird Aufwand abgerechnet, der nicht im Paket steht, und wird er vorher mit Ihnen abgestimmt?
- Sind neue Texte, neue Unterseiten oder ein Blog enthalten? Das ist normalerweise ein eigenes Projekt.
- Wie sieht es mit einem späteren Relaunch aus? Wartung und Neugestaltung sind zwei verschiedene Dinge, mehr dazu in Relaunch oder Wartung: Was Kanzleien benötigen.
- Ist das Hosting enthalten? Hosting sorgt nur dafür, dass die Website erreichbar ist. Aktive Betreuung ist eine andere Leistung und wird meist getrennt abgerechnet.
Kleinere Aufträge außerhalb des Pakets bietet Kanzlead als einzeln abgerechnete Leistungen an. Die genauen Konditionen dafür bespreche ich im Gespräch, weil sie vom Einzelfall abhängen.
Was bei einem Relaunch für die Rankings zu beachten ist, beschreibt der Artikel Website-Relaunch ohne Rankingverlust.
Der Wartungsvertrag: Worauf es ankommt
Der Preis ist die eine Hälfte, der Vertrag die andere. Diese Punkte sollten Sie vor der Unterschrift klären:
- Laufzeit und Kündigung. Gibt es eine Mindestlaufzeit, und wie lange ist die Kündigungsfrist? Bei einer Website, die laufend betreut werden soll, ist eine kurze Frist angenehm, weil Sie jederzeit reagieren können, wenn die Zusammenarbeit nicht passt.
- Leistungsbeschreibung. Steht im Vertrag, was konkret gemacht wird und wie oft? „Regelmäßige Wartung“ ohne weitere Angaben lässt sich später kaum prüfen.
- Reaktionszeit. Wird eine Zeitspanne genannt, und gilt sie nur werktags?
- Zugänge und Eigentum. Die Website, die Domain und die Zugangsdaten gehören Ihrer Kanzlei. Der Vertrag sollte nicht dazu führen, dass Sie vom Dienstleister abhängig werden.
- Vertraulichkeit. Wer sich in Ihre Website einloggt, kommt unter Umständen mit Daten in Berührung, die unter Ihre Verschwiegenheit fallen, etwa Formularanfragen. Fragen Sie nach, wie der Dienstleister damit umgeht, und klären Sie vertragliche Vorgaben dazu im Zweifel mit Ihrem Datenschutzbeauftragten oder juristisch.
- Haftung. Was passiert, wenn nach einem Update etwas ausfällt? Ob und wie begrenzt der Dienstleister haftet, gehört in den Vertrag. Die rechtliche Einordnung lasse ich ausdrücklich bei Ihrer eigenen juristischen Beratung.
- Abrechnung. Monatlich, jährlich, mit oder ohne Rabatt bei Vorauszahlung? Klären Sie, was bei vorzeitiger Kündigung mit bereits gezahlten Beträgen geschieht.
Woran Sie ein gutes Angebot erkennen
Bei einem guten Angebot wissen Sie nach dem Lesen, was Sie bekommen, auch wenn es nicht das günstigste ist. Es hat meistens diese Merkmale:
- Die Leistungen stehen einzeln und verständlich im Angebot, ohne Fachjargon.
- Der Umfang ist an Ihre Website angepasst und nicht einfach aus einer Standardliste kopiert.
- Es wird erklärt, was nicht enthalten ist und wie Zusatzaufwand abgerechnet wird.
- Reaktionszeit und Ansprechpartner sind genannt, idealerweise eine konkrete Person.
- Sie erhalten nachvollziehbare Rückmeldungen, unter anderem eine kurze Statusmeldung oder einen Monatsbericht.
- Es gibt keinen Druck, sofort zu unterschreiben.
Warnzeichen bei Angeboten
Ein paar Dinge sollten Sie stutzig machen:
- Ein sehr niedriger Preis ohne Leistungsliste. Dann kann nicht geprüft werden, was dafür getan wird.
- Lange Mindestlaufzeiten bei einer Leistung, die Sie nach kurzer Zeit beurteilen können.
- Zusagen wie „Ihre Website ist danach garantiert ‚sicher‘“ oder „Rankings garantiert“. Seriös lässt sich das nicht zusagen, weder bei Sicherheit noch bei Sichtbarkeit.
- Keine Aussage dazu, wer im Notfall erreichbar ist.
- Zugänge, die nur der Dienstleister hat.
Wie das bei Kanzlead aussieht
Zur Orientierung, wie sich das in einem konkreten Angebot ausdrückt: Bei Kanzlead gibt es drei Wartungspakete, jeweils mit festem Monatspreis und ohne Mindestlaufzeit.
- Grundschutz für 119 € pro Monat: Updates inklusive Kontrolle, automatische Backups, monatlicher technischer Gesundheitscheck und ein persönlicher Ansprechpartner.
- Sichtbarkeit für 189 € pro Monat: zusätzlich Pflege der Ladezeiten und der Sichtbarkeit bei Google, kleine Textänderungen und Pflege des Google-Unternehmensprofils, bei kürzerer Reaktionszeit.
- Wachstum für 329 € pro Monat: zusätzlich ein monatlicher Bericht, bis zu zwei Optimierungen pro Monat und bevorzugte Bearbeitung.
Dazu kommt bei der Übernahme einer bestehenden Website einmalig die Ersteinrichtung für 279 €. Darin sind die technische Übernahme, ein erster Gesundheitscheck und die Einrichtung der laufenden Betreuung enthalten. Die Pakete sind monatlich kündbar, ein Paketwechsel ist zum nächsten Monat möglich. Alle Details finden Sie auf der Seite Preise, eine Beschreibung der Leistung unter Website-Wartung für Kanzleien. Falls Ihnen keines der Pakete zusagt, fragen Sie mich, wir klären das in einem persönlichen Gespräch.
Das ist ein Beispiel für ein konkretes Angebot. Wenn Sie ein Angebot eines anderen Dienstleisters haben, können Sie es mit denselben Fragen aus diesem Artikel prüfen.
Was ohne Wartung passiert
Wer die Wartung einspart, spart selten wirklich. Veraltete Software, fehlende Backups und eine nach einem Update ausgefallene Kontaktfunktion verursachen spätestens im Ernstfall Aufwand, der den Monatsbetrag deutlich übersteigen kann: Wiederherstellung, Fehlersuche, im schlechtesten Fall der Verlust von Anfragen oder von Sichtbarkeit. Eine genauere Aufstellung finden Sie im Artikel Kanzlei-Website ohne Pflege: Diese Risiken drohen und im Beitrag zum Sicherheitskonzept für Kanzlei-Websites.
Eine konkrete Rechnung „Wartung gegen Schaden“ kann ich Ihnen nicht seriös vorlegen, weil sie von Ihrer Website abhängt. Bei einer Kanzlei, für die die Website ein wichtiger Weg zu neuen Mandanten ist, fällt sie allerdings anders aus als bei einer Kanzlei, die hauptsächlich über Empfehlungen arbeitet.
Erst prüfen, dann Angebote einholen
Bevor Sie Angebote anfragen, hilft ein Blick auf den aktuellen Zustand, damit Sie wissen, wovon Sie reden. Auf der Website von Kanzlead gibt es dafür einen kostenlosen Website-Check, den Sie online selbst durchführen können. Er prüft zehn Punkte, darunter ob die Verschlüsselung (HTTPS) in Ordnung ist, wie schnell die Seite lädt, ob Impressum und Datenschutzerklärung verlinkt sind, wie die Darstellung auf dem Handy aussieht und ob Seitentitel und Beschreibung gesetzt sind. Das ersetzt keine tiefere Prüfung, gibt Ihnen aber eine erste Grundlage für die Gespräche mit Dienstleistern. Wer eine gründlichere Untersuchung möchte, findet sie in der Technischen SEO-Analyse.
Häufige Fragen
Die folgenden Antworten bieten Orientierung zu Was kostet Website-Wartung für eine Kanzlei? Kostenfaktoren, Vertrag und gutes Angebot und angrenzenden Aspekten.
Was kostet Website-Wartung für eine Kanzlei pro Monat?
Das hängt vom Umfang der Website, von den Zusatzfunktionen, von der Reaktionszeit und vom Leistungsumfang ab. Üblich ist ein fester Monatsbetrag, ergänzt durch eine einmalige Einrichtung bei der Übernahme einer bestehenden Website. Bei Kanzlead gibt es drei Pakete mit festen Monatspreisen, die auf der Preisseite stehen. Ein Angebot sollte immer eine Leistungsliste enthalten, damit sich der Betrag einordnen lässt.
Benötigt ein Wartungsvertrag eine Mindestlaufzeit?
Nein, eine Mindestlaufzeit ist keine Voraussetzung. Manche Dienstleister vereinbaren sie, andere arbeiten mit monatlicher Kündigung. Wichtig ist, dass Laufzeit und Kündigungsfrist klar im Vertrag stehen. Bei einer kurzen Frist können Sie leichter reagieren, wenn die Zusammenarbeit nicht passt.
Was ist der Unterschied zwischen Hosting und Website-Wartung?
Hosting stellt den Speicherplatz und die technische Umgebung bereit, damit die Website erreichbar ist. Wartung ist die aktive Betreuung der Website selbst: Updates einspielen und prüfen, Backups kontrollieren, Sicherheit im Blick behalten und auf Fehler reagieren. Beides sind getrennte Leistungen, auch wenn sie manchmal zusammen angeboten werden.
Welche Leistungen kosten bei der Wartung oft extra?
Häufig werden neue Texte und Unterseiten, größere Umbauten, ein Relaunch und Aufwand außerhalb des Pakets gesondert berechnet. Auch kleine Inhaltsänderungen sind nicht überall enthalten. Fragen Sie im Angebot gezielt nach, was im Paket steht und wie Zusatzaufwand abgerechnet wird.
Lohnt sich Wartung, wenn die Website kaum geändert wird?
Ja, denn die Pflege betrifft primär die Technik im Hintergrund, die sich auch dann verändert, wenn Sie nichts an Ihren Inhalten tun. Updates, Sicherheitsfragen und die Funktion von Formularen bleiben ein laufendes Thema. Wie dringend das für Ihre Kanzlei ist, hängt davon ab, wie stark Sie auf die Website angewiesen sind.
Liegt Ihnen ein Wartungsangebot vor oder fehlt noch eines?
Im 15-minütigen Gespräch schauen wir gemeinsam auf Ihre Website und auf das, was Sie wirklich an Wartung benötigen. Wenn Sie schon ein Angebot haben, gehen wir es mit denselben Fragen durch. Unverbindlich.
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