Webdesign für Kanzleien

Die 10 größten Fehler im Webdesign von Kanzleien – und wie Sie sie vermeiden

Viele Kanzlei-Websites verschenken wertvolles Potenzial durch vermeidbare Fehler. Langsame Ladezeiten, unsichere Technik oder unklare Leistungen schrecken Mandanten ab und kosten Sichtbarkeit bei Google. In diesem Artikel erfahren Sie die 7 häufigsten Stolperfallen – und wie Sie sie mit einfachen Maßnahmen vermeiden. So wird Ihre Website zum professionellen Aushängeschild Ihrer Kanzlei.
25. August 2025
Fehler im Webdesign von Kanzleien – häufige Probleme bei Struktur, SEO und Design von Kanzlei-Websites
Thomas Heidkamp, technischer SEO-Spezialist für Kanzleien

Thomas Heidkamp

Kurz gesagt:
Die meisten Kanzlei-Websites verlieren Mandanten nicht wegen des Designs – sondern wegen fehlender Struktur, technischer Schwächen und unklarer Führung. Die folgenden 10 Fehler zeigen, woran es in der Praxis am häufigsten scheitert.

Die 10 größten Fehler im Webdesign von Kanzleien – und wie Sie sie vermeiden

Viele Kanzleien investieren in eine moderne Website, doch nur wenige erzielen damit echte Ergebnisse. Der Grund liegt oft in denselben Stolperfallen: unklare Struktur, fehlende Kontaktmöglichkeiten und technische Schwächen. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche 3 größten Fehler im Webdesign von Kanzleien am häufigsten vorkommen, warum sie Ihre Sichtbarkeit, Mandantenakquise und das Vertrauen Ihrer Besucher beeinträchtigen – und wie Sie sie gezielt vermeiden.
Wenn Sie als Kanzleiinhaber Ihr Webdesign für Kanzleien gezielt optimieren und langfristig mehr Mandanten gewinnen möchten, lohnt es sich, diesen Artikel aufmerksam zu lesen.

Die häufigsten Ursachen für schwache Kanzlei-Websites

Viele Kanzleien unterschätzen, wie entscheidend eine klar strukturierte und technisch optimierte Website für die Mandantengewinnung ist. Ein ansprechendes Design allein reicht nicht aus. Ohne klare Botschaften, Suchmaschinenoptimierung (SEO) und strategische Inhalte wird Ihre Homepage von Google kaum angezeigt.
Besonders häufig finden sich fehlende Kontaktinformationen, verwirrende Navigation oder veraltete Inhalte, die potenzielle Kunden abschrecken. Diese größten Fehler lassen sich mit überschaubarem Aufwand vermeiden – wenn Sie wissen, worauf es ankommt.

1. Fehlende Kontaktinformationen – wie Mandanten verloren gehen

Typisches Warnsignal:
Besucher finden auf Anhieb weder Telefonnummer noch Kontaktformular – besonders auf dem Smartphone.

Fehlende oder schlecht platzierte Kontaktinformationen gehören zu den häufigsten Gründen, warum Kanzlei-Websites keine Anfragen generieren.
Wenn potenzielle Mandanten erst suchen müssen, verlieren sie Vertrauen – und wechseln zur nächsten Kanzlei.

Gerade bei rechtlichen Anliegen zählen Geschwindigkeit und Klarheit. Jede Hürde kostet Anfragen.

So vermeiden Sie diese Fehler

  • Telefonnummer und E-Mail sichtbar im Header platzieren
  • Kontakt-CTA auf jeder Unterseite integrieren
  • Mobil: klickbare Telefonnummer („Tap to Call“)
  • Eigenständige Kontaktseite mit klarer Struktur
  • Verknüpfung mit dem Google-Unternehmensprofil

In der Praxis sehen wir diesen Fehler besonders häufig bei älteren Kanzlei-Websites, die nie für mobile Nutzer optimiert wurden.

2. Verwirrende Navigation – Warum Struktur alles entscheidet

Viele Kanzlei-Websites verlieren potenzielle Mandanten nicht wegen fehlender Kompetenz, sondern wegen fehlender Orientierung. Wenn Besucher nicht sofort verstehen, wo sie welche Informationen finden, brechen sie ab – oft schon nach wenigen Sekunden.

Besucher klicken mehrfach zwischen Menüpunkten hin und her, Leistungen sind doppelt oder unklar benannt, und wichtige Inhalte verstecken sich hinter Fachbegriffen.

Warum Navigation ein SEO- und Vertrauensfaktor ist

Eine unklare Seitenstruktur ist kein reines Designproblem.
Sie wirkt sich direkt aus auf:

  • die Nutzerführung
  • die Verweildauer
  • die Indexierung durch Google
  • und das Vertrauen neuer Mandanten

Google analysiert, ob Inhalte logisch aufgebaut, intern verlinkt und klar priorisiert sind. Je chaotischer die Struktur, desto schwerer fällt es der Suchmaschine, deine Kanzlei richtig einzuordnen.

Was eine gute Kanzlei-Navigation auszeichnet

Statt vieler Unterpunkte braucht es klare Hauptachsen:

  • maximal 5–7 Hauptmenüpunkte
  • sprechende Begriffe statt Fachjargon
  • klare Trennung zwischen:
    • Leistungen
    • Kanzlei
    • Kontakt
    • Fachwissen/Blog

Ein Mandant muss ohne Nachdenken verstehen, wo er klicken soll.

Praxis-Tipp

Eine gute Navigation beantwortet immer nur eine Frage:
„Was ist der nächste sinnvolle Schritt für den Besucher?“

Wenn diese Frage nicht klar beantwortet wird, ist die Struktur zu komplex.

Eine saubere Navigation ist die Grundlage für jede erfolgreiche Kanzlei-Website.
Sie entscheidet darüber, ob Besucher bleiben, Google Inhalte versteht – und aus Interesse am Ende eine Anfrage wird.

3. Fehlendes SEO und technische Mängel

Viele Kanzlei-Websites sehen modern aus – werden aber bei Google kaum gefunden. Der Grund liegt selten im Design, sondern fast immer in fehlender technischer Basis. Ohne sauberes SEO bleibt selbst die beste Kanzlei-Webseite unsichtbar.

Typisches Warnsignal in Kanzleien

Die Website lädt spürbar langsam, auf dem Smartphone wirkt sie unruhig oder verschoben, und bei Google taucht sie nur auf Seite 2 oder 3 auf.

Warum technisches SEO die Grundlage aller Sichtbarkeit ist

Google bewertet keine Kanzleien – Google bewertet Websites.
Und zwar nach technischen Qualitätskriterien wie:

  • Ladezeit & Performance
  • mobile Nutzbarkeit
  • saubere Struktur & interne Verlinkung
  • korrekte Indexierung
  • Sicherheit (HTTPS, DSGVO-konforme Einbindung externer Dienste)

Wenn diese Basis fehlt, greifen weder Content noch Keywords.

Häufige technische Fehler bei Kanzlei-Websites

In der Praxis sehe ich immer wieder dieselben Probleme:

  • keine klaren Seitentitel und Meta-Daten
  • doppelte oder fehlende Überschriften (H-Struktur)
  • unkomprimierte Bilder und unnötige Skripte
  • fehlende Weiterleitungen oder veraltete URLs
  • keine klare Trennung zwischen Leistungsseiten und Blog

Diese Fehler kosten nicht nur Rankings, sondern auch Vertrauen.

Diese Fehler entstehen häufig, wenn Kanzlei-Websites auf scheinbar schnelle Lösungen wie Homepage-Baukästen für Kanzleien setzen oder technisch nicht sauber umgesetzt werden.
Sie kosten nicht nur Rankings, sondern auch Vertrauen.

Mobile Optimierung ist kein Bonus – sondern Pflicht

Der Großteil der Zugriffe erfolgt heute mobil.
Google bewertet Kanzlei-Websites daher mobile-first.

Das bedeutet:

  • Inhalte müssen sofort lesbar sein
  • Buttons müssen klickbar sein
  • Navigation darf nicht überfordern
  • Ladezeiten müssen auch mobil stabil bleiben

Eine Website, die mobil schlecht funktioniert, verliert Mandanten – noch bevor sie Kontakt aufnehmen.

Praxis-Tipp

Technisches SEO ist keine einmalige Maßnahme, sondern ein kontinuierlicher Qualitätsprozess.

Nur wer regelmäßig prüft, optimiert und nachjustiert, bleibt langfristig sichtbar.

Ohne technisches SEO bleibt jede Kanzlei-Website hinter ihrem Potenzial zurück.
Eine saubere technische Basis sorgt dafür, dass Google Inhalte versteht – und Mandanten Vertrauen fassen.

4. Fehlendes Vertrauen – wie Design und Sprache Mandanten beeinflussen

Eine Kanzlei-Website wird nicht gelesen wie ein Blogartikel – sie wird innerhalb weniger Sekunden bewertet.

Besucher stellen sich unbewusst drei Fragen:

  • Wirkt diese Kanzlei seriös?
  • Verstehe ich sofort, was hier angeboten wird?
  • Würde ich dieser Kanzlei mein Anliegen anvertrauen?

Wenn Design, Sprache oder Struktur diese Fragen nicht klar beantworten, entsteht Unsicherheit – und der Besucher verlässt die Seite, noch bevor er sich mit den Inhalten beschäftigt.

Typisches Warnsignal in Kanzleien

Die Website ist technisch funktional, wirkt aber austauschbar, überladen oder zu „werblich“.
Stockfotos, leere Floskeln und lange Textblöcke ohne klare Aussagen schaffen Distanz statt Vertrauen.

Warum Vertrauen ein technischer Erfolgsfaktor ist

Vertrauen ist kein rein psychologisches Thema – es hat direkte Auswirkungen auf SEO und Conversion:

  • längere Verweildauer
  • geringere Absprungrate
  • höhere Kontaktanfragen
  • bessere Nutzersignale für Google

Google bewertet nicht, ob eine Kanzlei sympathisch ist –
aber wie Nutzer mit der Website interagieren. Und diese Interaktion hängt maßgeblich vom Vertrauen ab.

Was Vertrauen auf Kanzlei-Websites wirklich stärkt

1. Klare, ruhige Gestaltung
Reduzierte Farben, ausreichend Weißraum und eine gut lesbare Schrift vermitteln Ordnung und Professionalität. Kanzlei-Websites müssen nicht kreativ sein – sie müssen stabil und verlässlich wirken.

2. Verständliche Sprache statt Fachjargon
Mandanten suchen Orientierung, keine Paragrafen. Wer Leistungen klar erklärt, zeigt Kompetenz – wer sich hinter Fachbegriffen versteckt, wirkt unsicher oder unnahbar.

3. Authentizität statt Austauschbarkeit
Echte Teamfotos, klare Aussagen und eine erkennbare Positionierung schaffen Nähe. Kanzleien, die „für alles zuständig“ sind, wirken weniger vertrauenswürdig als solche mit klarem Fokus.

Praxis-Tipp

Stellen Sie sich bei jeder Seite eine einfache Frage:
Würde ich mich nach 30 Sekunden sicher fühlen, hier Kontakt aufzunehmen?
Wenn nicht, liegt das Problem selten am Inhalt – sondern an Darstellung, Sprache oder Struktur.

Vertrauen entsteht nicht durch schöne Worte, sondern durch klare Signale:
saubere Gestaltung, verständliche Sprache und eine Website, die Sicherheit ausstrahlt.

Nur wenn Mandanten sich abgeholt fühlen, wird aus Sichtbarkeit auch eine Anfrage.

5. Kein klarer Fokus auf die Zielgruppe

Das Problem

Viele Kanzlei-Websites beabsichtigen, alle anzusprechen – und überzeugen am Ende niemanden.
Wenn nicht klar wird, für wen die Kanzlei arbeitet, fehlt Orientierung. Für Mandanten. Und für Google.

Eine typische Folge:

  • Inhalte bleiben allgemein
  • Leistungen wirken austauschbar
  • Sichtbarkeit und Anfragen bleiben aus

Warum das Mandanten kostet

Besucher stellen sich unbewusst innerhalb weniger Sekunden drei Fragen:

  • Bin ich hier richtig?
  • Versteht diese Kanzlei mein Problem?
  • Ist das Angebot für mich gedacht?

Kann deine Website diese Fragen nicht klar beantworten, springen Nutzer ab – selbst wenn sie fachlich hervorragend ist.

Typisches Warnsignal:
Die Website spricht von „umfassender Beratung“, „individuellen Lösungen“ und „langjähriger Erfahrung“ – ohne klar zu sagen, für wen diese Leistungen gedacht sind.

Was stattdessen nötig ist

Eine überzeugende Kanzlei-Website benötigt eine klare Positionierung:

  • Welche Zielgruppe sprechen Sie an?
    Privatpersonen, Unternehmen oder bestimmte Branchen?
  • Welche konkreten Probleme lösen Sie?
    Unter anderem Kündigungsschutz, Vertragsprüfung oder steuerliche Gestaltungsfragen.
  • Warum sollten Mandanten gerade Sie wählen?
    Spezialisierung, Erfahrung, Arbeitsweise oder regionale Nähe.

Jede wichtige Unterseite sollte eine klar definierte Zielgruppe und ein konkretes Anliegen behandeln.

So helfen Sie gleichzeitig Google

Ein klarer Fokus unterstützt nicht nur Ihre Mandanten, sondern auch die Suchmaschinen:

  • eindeutige Themenzuordnung
  • präzisere Suchbegriffe
  • bessere Relevanz bei passenden Suchanfragen

Das Ergebnis:

  • bessere Platzierungen
  • qualifiziertere Besucher
  • höhere Anfragequote

Praxis-Tipp

Statt:
„Wir beraten Sie kompetent in allen rechtlichen Fragen.“

Besser:
„Wir unterstützen mittelständische Unternehmen bei arbeitsrechtlichen Konflikten – klar, lösungsorientiert und praxisnah.“

6. Fehlende Call-to-Actions – wie Sie Mandanten zur Handlung bewegen

Viele Kanzlei-Websites informieren ausführlich, erklären Leistungen und vermitteln Kompetenz – fordern den Besucher aber nicht zur nächsten Handlung auf. Genau hier geht wertvolles Potenzial verloren.

Denn selbst interessierte Mandanten fragen sich am Ende:

Was soll ich jetzt tun?

Wenn diese Frage unbeantwortet bleibt, verlässt der Besucher die Website – oft ohne Kontakt aufzunehmen.

Warum fehlende Handlungsaufforderungen Anfragen verhindern

Mandanten kommen selten mit einem klaren Plan auf Ihre Website.
Sie suchen Orientierung, Sicherheit und einen klaren nächsten Schritt.

Ohne sichtbare und eindeutige Call-to-Actions passiert Folgendes:

  • Besucher lesen, zögern – und klicken weg
  • Interesse verpufft, obwohl Vertrauen vorhanden wäre
  • Kontaktaufnahmen bleiben zufällig statt planbar

Eine gute Kanzlei-Website führt, sie überlässt Entscheidungen nicht dem Zufall.

Typisches Warnsignal:
Die Website erklärt ausführlich Leistungen und Fachgebiete, bietet aber keinen klaren Hinweis, wie und wann Mandanten Kontakt aufnehmen sollen.

Was eine gute Call-to-Action ausmacht

Eine wirksame Handlungsaufforderung ist:

  • klar formuliert
  • leicht auffindbar
  • konkret und verständlich

Statt allgemeiner Aussagen wie „Kontaktieren Sie uns gern“ braucht es eindeutige Signale, zum Beispiel:

  • „Jetzt Termin vereinbaren.“
  • „Kostenlose Ersteinschätzung anfragen.“
  • „Rückruf anfordern.“

Mandanten möchten wissen, was sie erwartet – und dass der nächste Schritt einfach ist.

Wo Call-to-Actions platziert werden sollten

Damit CTAs wirken, müssen sie strategisch eingesetzt werden:

  • im Header (sichtbar, auch mobil)
  • nach wichtigen Textabschnitten
  • am Ende jeder Leistungsseite
  • im unteren Bereich jeder Seite als Abschluss

So wird aus einer informativen Website ein aktives Akquise-Instrument.

Praxis-Tipp

Eine gute Call-to-Action nimmt Mandanten die Unsicherheit.
Sie macht klar: Der nächste Schritt ist einfach, unverbindlich und sinnvoll.

Gerade bei rechtlichen Themen senkt eine klare Führung die Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme erheblich.

7. Keine Aktualisierung – wenn veraltete Inhalte schaden

Viele Kanzlei-Websites werden einmal erstellt und danach kaum noch gepflegt. Inhalte bleiben über Jahre unverändert – obwohl sich Ansprechpartner, Schwerpunkte oder rechtliche Rahmenbedingungen längst geändert haben.

Für Mandanten wirkt das schnell unprofessionell oder nachlässig.
Für Google ist es ein klares Signal: Diese Website ist nicht aktuell.

Warum fehlende Aktualisierung Vertrauen kostet

Besucher achten stärker auf Details, als viele Kanzleien vermuten:

  • Stimmen die Öffnungszeiten?
  • Sind Teamfotos aktuell?
  • Wirken Texte zeitgemäß oder „stehengeblieben“?

Schon kleine Ungereimtheiten erzeugen Zweifel. Mandanten fragen sich unbewusst, ob eine Kanzlei, die ihre Website nicht pflegt, auch bei der Mandatsbearbeitung ebenso nachlässig ist.

Typisches Warnsignal:
Blogbeiträge sind mehrere Jahre alt, das Team wird nicht mehr korrekt dargestellt oder Inhalte verweisen auf veraltete rechtliche Situationen.

Warum Aktualität auch für Google entscheidend ist

Suchmaschinen bevorzugen Websites, die regelmäßig gepflegt werden.
Aktualisierte Inhalte signalisieren:

  • Relevanz
  • Fachliche Aktivität
  • Verlässlichkeit

Gerade bei Kanzleien ist das wichtig, da rechtliche Themen einem ständigen Wandel unterliegen. Eine Website, die nie angepasst wird, verliert mit der Zeit an Sichtbarkeit – unabhängig von ihrer ursprünglichen Qualität.

Welche Inhalte regelmäßig geprüft werden sollten

Eine kontinuierliche Pflege muss kein großer Aufwand sein. Wichtig ist, regelmäßig zu kontrollieren:

  • Startseite und Leistungsseiten
  • Team- und Kanzleiseiten
  • Kontaktinformationen und Öffnungszeiten
  • Blogartikel und Fachbeiträge
  • technische Aspekte wie Formulare oder Verlinkungen

Schon kleinere Anpassungen zeigen Mandanten und Google, dass Ihre Kanzlei aktiv und zuverlässig arbeitet.

Praxis-Tipp

Planen Sie feste Zeitpunkte für eine Überprüfung Ihrer Website – zum Beispiel einmal pro Quartal. So vermeiden Sie, dass sich veraltete Inhalte unbemerkt einschleichen.

8. Fehlende mobile Optimierung – Warum Ihre Kanzlei unterwegs unsichtbar bleibt

Ein Großteil der ersten Kontakte mit Kanzleien findet heute mobil statt. Mandanten recherchieren unterwegs, in Pausen oder abends auf dem Smartphone. Wenn Ihre Website dort nicht funktioniert, verlieren Sie Anfragen, bevor überhaupt Vertrauen entstehen kann.

Dabei geht es nicht um Designspielereien, sondern um Bedienbarkeit und Klarheit.

Warum mobile Schwächen sofort Mandanten kosten

Auf mobilen Geräten sind Nutzer ungeduldiger.
Wenn Inhalte schlecht lesbar sind oder das Layout unruhig wirkt, brechen Besucher schnell ab.

Typische Probleme:

  • zu kleine Schrift
  • schwer klickbare Buttons
  • verschachtelte Menüs
  • lange Ladezeiten

Was am Desktop noch „okay“ wirkt, ist mobil oft ein echter Conversion-Killer.

Typisches Warnsignal:
Die Website wirkt auf dem Smartphone gedrängt, Texte sind klein, und Kontaktmöglichkeiten lassen sich nur schwer antippen.

Mobile Optimierung ist ein Rankingfaktor

Google bewertet Websites nach dem Mobile-First-Prinzip.
Das bedeutet: Die mobile Version Ihrer Kanzlei-Website ist maßgeblich für die Platzierung in den Suchergebnissen.

Ist die mobile Darstellung fehlerhaft oder langsam:

  • sinkt die Sichtbarkeit
  • verschlechtern sich Rankings
  • steigen Absprungraten

Eine technisch saubere mobile Umsetzung ist daher keine Zusatzoption, sondern eine Grundvoraussetzung.

Worauf Kanzleien mobil besonders achten sollten

Für eine gute mobile Nutzererfahrung sind primär diese Punkte entscheidend:

  • gut lesbare Schriftgrößen
  • ausreichend Abstand zwischen Klick-Elementen
  • klare, reduzierte Navigation
  • sichtbar platzierte Kontakt-Buttons
  • kurze Ladezeiten, auch bei schlechter Verbindung

Je einfacher die Nutzung, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer Anfrage.

Praxis-Tipp

Testen Sie Ihre Website regelmäßig selbst auf dem Smartphone – nicht technisch, sondern aus Sicht eines Mandanten. Finden Sie Kontakt und Informationen sofort, ist Ihre Seite mobil gut aufgestellt.

9. Fehlendes Vertrauen in professionelle Unterstützung

Viele Kanzleien betreuen ihre Website intern oder „nebenbei“. Änderungen werden gelegentlich vorgenommen, technische Fragen vertagt und strukturelle Probleme bleiben über Jahre bestehen. Das geschieht selten aus Nachlässigkeit – sondern aus dem Gefühl heraus, dass eine professionelle Betreuung zu aufwendig oder nicht notwendig sei.

Genau hier entsteht jedoch ein langfristiger Nachteil.

Warum fehlende professionelle Betreuung zum Risiko wird

Eine Kanzlei-Website ist kein statisches Projekt.
Technik, Suchmaschinen, rechtliche Anforderungen und Nutzererwartungen verändern sich kontinuierlich.

Ohne fachliche Begleitung führt das häufig zu:

  • schleichenden technischen Fehlern
  • sinkende Sichtbarkeit bei Google
  • Sicherheits- und DSGVO-Risiken
  • einer Website, die nicht mehr zur Kanzlei passt

Was zunächst „funktioniert“, wird mit der Zeit zum Bremsklotz für Sichtbarkeit und Mandantengewinnung.

Typisches Warnsignal:
Änderungen an der Website werden nur sporadisch vorgenommen, technische Probleme bleiben ungelöst und es fehlt eine klare Verantwortung für Pflege und Weiterentwicklung.

Warum Spezialisierung entscheidend ist

Kanzlei-Websites unterscheiden sich deutlich von anderen Unternehmensseiten.
Sie unterliegen besonderen Anforderungen an:

  • Seriosität und Vertrauenswirkung
  • rechtliche Sicherheit
  • technische Stabilität
  • klare Struktur und Verständlichkeit

Eine spezialisierte Betreuung stellt sicher, dass genau diese Aspekte berücksichtigt werden – ohne unnötige Experimente oder gestalterische Spielereien.

Was professionelle Unterstützung leistet

Eine professionelle Begleitung sorgt dafür, dass:

  • technische Grundlagen regelmäßig geprüft werden
  • Inhalte sinnvoll weiterentwickelt werden
  • Sichtbarkeit gezielt aufgebaut wird
  • Probleme frühzeitig erkannt und behoben werden

So bleibt Ihre Website nicht nur aktuell, sondern entwickelt sich parallel zur Kanzlei weiter.

Praxis-Tipp

Eine gut betreute Kanzlei-Website spart langfristig Zeit und Kosten – weil Probleme gelöst werden, bevor sie sichtbar oder kritisch werden.

10. Fehlende lokale Sichtbarkeit – wenn Mandanten Sie nicht finden

Für viele Kanzleien entscheidet sich die Mandantengewinnung im regionalen Umfeld. Interessenten suchen gezielt nach einer Kanzlei in ihrer Nähe – häufig kombiniert mit einem konkreten Rechtsgebiet oder Anliegen.

Wenn Ihre Kanzlei bei diesen lokalen Suchanfragen nicht erscheint, bleiben Sie für potenzielle Mandanten schlicht unsichtbar.

Warum lokale Sichtbarkeit für Kanzleien entscheidend ist

Mandanten suchen selten abstrakt nach juristischer Unterstützung.
Typische Suchanfragen lauten:

  • „Anwalt Arbeitsrecht + Stadt“
  • „Steuerberater + Ort“
  • „Notar in der Nähe“

Erscheint Ihre Kanzlei hier nicht, geht die Anfrage an Wettbewerber – unabhängig von Ihrer fachlichen Qualität.

Typisches Warnsignal:
Ihre Kanzlei erscheint bei lokalen Suchanfragen kaum oder gar nicht, obwohl sie regional etabliert ist und seit Jahren erfolgreich arbeitet.

Häufige Ursachen für fehlende lokale Sichtbarkeit

In der Praxis sind es meist dieselben Punkte:

  • kein oder unvollständig gepflegtes Google-Unternehmensprofil
  • Fehlende lokale Bezüge auf der Website
  • uneinheitliche Adress- und Kontaktdaten
  • Kaum Bewertungen oder veraltete Einträge

Diese Faktoren erschweren es Google, Ihre Kanzlei eindeutig einer Region zuzuordnen.

Wie Kanzleien lokal besser gefunden werden

Eine gute lokale Präsenz basiert auf mehreren Bausteinen:

  • ein vollständig gepflegtes Google-Unternehmensprofil
  • konsistente Kontaktdaten auf Website und in Verzeichnissen
  • lokale Inhalte (z. B. Standortseiten oder regionale Bezüge)
  • Bewertungen, die Vertrauen und Relevanz signalisieren

So wird Ihre Kanzlei nicht nur besser gefunden, sondern auch als regionaler Ansprechpartner wahrgenommen.

Praxis-Tipp

Lokale Sichtbarkeit entsteht nicht automatisch – sie ist das Ergebnis konsequenter Pflege und klarer Zuordnung.

Fazit: Die 10 größten Fehler im Webdesign von Kanzleien vermeiden

Viele Kanzlei-Websites scheitern nicht an mangelnder Fachkompetenz, sondern an strukturellen, technischen und konzeptionellen Schwächen. Unklare Navigation, fehlende Führung, veraltete Inhalte oder technische Mängel sorgen dafür, dass Mandanten abspringen – oft schon, bevor Vertrauen entstehen kann.

Eine erfolgreiche Kanzlei-Website muss nicht laut oder aufwendig sein. Entscheidend sind:

  • eine klare Struktur
  • eine verständliche Ansprache
  • technische Stabilität
  • und eine konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse Ihrer Mandanten

Wenn diese Grundlagen stimmen, wird Ihre Website nicht nur besser gefunden, sondern erfüllt auch ihre wichtigste Aufgabe: Sie schafft Vertrauen und führt Interessenten sicher zur Kontaktaufnahme.

Wichtigste Punkte im Überblick

  • Kontaktmöglichkeiten müssen sofort sichtbar sein
  • Eine klare Navigation entscheidet über Orientierung und Verweildauer
  • Technisches SEO ist Voraussetzung für Sichtbarkeit
  • Vertrauen entsteht durch Design, Sprache und Authentizität
  • Eine klare Zielgruppenansprache stärkt Relevanz und Conversion
  • Call-to-Actions führen Besucher zur Handlung
  • Aktuelle Inhalte signalisieren Professionalität
  • Mobile Optimierung ist Pflicht, kein Zusatz
  • Professionelle Betreuung verhindert schleichende Probleme
  • Lokale Sichtbarkeit entscheidet über regionale Anfragen

Abschließender Hinweis

Eine Kanzlei-Website ist kein einmaliges Projekt, sondern ein dauerhaftes Werkzeug.
Wer Struktur, Technik und Inhalte regelmäßig überprüft und weiterentwickelt, schafft eine stabile Grundlage für langfristige Sichtbarkeit und Mandantengewinnung.

Nächster Schritt

Wie geht es nach der Analyse weiter?

Viele der beschriebenen Fehler entstehen nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus fehlender technischer und struktureller Klarheit. Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Kanzlei-Website technisch sauber aufgestellt ist und wo konkreter Handlungsbedarf besteht, lohnt sich ein nüchterner Blick von außen.

Website technisch prüfen lassen

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Kurz, verständlich und auf die Bedürfnisse von Kanzleien zugeschnitten.